4 To do’s in Zürich & Umgebung

Es ist Winter, ihr seid in Zürich und habt weder Zeit Ski zu fahren bzw. zu snowboarden oder es zu lernen? Zürich und seine Umgebung sind reich an Landschaften und Möglichkeiten für Aktivitäten ganz ohne Ski und Snowboard. Hier einige Vorschläge, was in Zürich & Umgebung so gehen kann.

1. Zürich Altstadt

Die Altstadt der größten Schweizer Stadt ist für einen Bummel ideal. Zig kleine Treppen, Hunderte Gässchen – hinter jeder Biegung folgt eine neue Gasse oder ein kleiner Laden. Während die Schweizer Bahnhofssstraße alles von Prada über Bucherer, Mulberry, Michael Kors bis hin zu Montblanc bietet, findet man in der Altstadt Läden, die bei weitem nicht so hochpreisig sind wie die der Bahnhofsstraße.

Über eine der zahlrreichen Treppen kann man den Lindenhof erreichen. Von hier hat man eine wunderbare Aussicht auf den Limmat und die rechtsufrige Altstadt. Früher stand an eben jener Stelle eine Burg. Heute ist der Platz ein Ort für Veranstaltungen und Events. Zudem kann man auf dem Lindenhof Schach spielen.

2. Wandern zum Uetliberg

Wem der Ausblick vom Lindenhof über Zürich nicht reicht und stattdessen auf Zürich blicken möchte, sollte den Hausberg Zürichs, den Uetliberg, besteigen. Kein Auto, keine Abgase, kein Hupen, kein Motorgeheul. Vor allem aber liegt der Züricher Hausberg im Winter oberhalb der Nebeldecke. Man kann mit der Bahn (S10 vom Hauptbahnhof zum Uetliberg, ca. 20 Minuten) ganz (Endstation Uetliberg) oder einen Teil hochfahren und dann weiter laufen. Zu Fuß ab den Stationen Uitikon-Waldegg und Albisgüetli sind es je ca. 45 Minuten und ab der Station Felsenegg, die man per Seilbahn erreichen kann, ca. 75 Minuten. In den Touristeninformationen (z.B. am Hauptbahnhof) liegen Karten mit den gängigen Wanderwegen aus. Ein bekannter Wanderweg ist bspw. der Planetenweg. Mit einem Maßstab von 1:1 Mio. schreitet man auf diesem das Sonnensystem ab. An jedem Planetenpunkt informiert ein Findling mit eingelassener Tafel oder über den Planeten. Der Denzlerwanderweg ist der Weg des Bäckers Denzler, der morgend die Brötchen vom Albisgüetli auf den Uetliberg brachte. Der Triemli ist abwärts insbesondere im Winter beliebt, da hier die Wege vor allem für Schlittenfahrten benutzt werden. Wem der Spaziergang zu langweilig ist, kann den Triemli mit dem Mountainbike die Trails hoch- besser aber runterfahren. Die Wanderwege allerdings sind nicht immer optimal ausgestellt. Es kann daher vorkommen, dass man nicht dort rauskommt, wo man eigentlich hin wollte.

Oben angekommen, steht der 72m hohe Uetliberg-Aussichtsturm. Für 2 SFR kann man auch die letzten Stufen besteigen. Auch ohne Aussichtsturm ist der Blick auf Zürich, den Zürichsee und die dahinterliegenden Alpen – Hohentwiel, die Glarner, Bündner und Berner Alpen – großartig.

Im Restaurant Allegra des Hotels Uto Kulm auf dem Uetliberg kann man Sonntags brunchen oder am Krimidinner teilnehmen.

3. Winterwandern, zum Beispiel in Engelberg

Engelberg am Titlis ist sicherlich kein Geheimtipp. Das Skigebiet erstreckt sich zu beiden Seiten des Ortes rings um das Kloster Engelberg, das zugleich Namensgeber des Ortes ist. Engelberg liegt inmitten hoher Berge. Und somit meist im Schatten. Doch egal wie auch das Wetter im Tal ist, in den Bergen scheint die Sonne. Während der Rest des Landes im Hochnebel verschwindert, scheint in den Bergen die Sonne. So sollte man nicht zu spät nach Negelberg fahren, um den Ort im Sonnenscheinzu sehen. Zu beiden Seiten des Ortes führen Seilbahnen auf die Kämme und Bergspitzen.

Von Engelberg führen zahlreich Wanderwege hoch. Ein Weg führt entlang der Straße von Engelberg zum Ristis hoch – die Sonnenseite vom Tal. Hinter dem Hotel Waldegg beginnt die 2,5 stündige Wanderstrecke. Ab dort folgt man der Straße Richtung Bergli-Spisboden. Die Ausschilderung ist anfangs ganz gut. Mit zunehmender Strecke und Höhenmetern muss dann auf herunter laufende Wanderer vertraut werden. Ungefähr bei der Hälfte der Strecke führt der Weg quer über eine Wiese und direkt an einem Bauernhof vorbei, dann wieder auf die asphaltierte Straße. Entweder man folgt dieser Straße, oder man läuft den Berghang rechts hoch.

Die Wanderung sollte besser vormittags begonnen werden, um nicht der Sonne hinterherzulaufen.

Oben angekommen, kann man sich im Bergrestaurant Ristis stärken und mit der Seilbahn wieder runter nach Engelberg fahren. Abfahrtszeiten und Preise findet man hier.

Die Seilbahn endet in Engelberg hinter dem Kloster. Dorthin lohnt sich ein Abstecher, zur klostereigenen Käserei. Sie hat jeden Tag geöffnet. Man kan sogar bei der Käseherstellung zuschauen. Milchprodukte haben in der Region Engelbergs von jeher ein bedeutende Rolle gespielt. Von den Sorten, die ich in der Klosterkäserei gekauft habe, war alle einfach nur lecker – vor allem der mit Bergkräutern oder der mit Trüffel gefüllte Kloster-Brie und der Ziegenkäse. Der bekannteste Käse ist der Sbrinz, den man auch landesweit in Supermärkten kaufen kann. Im Restaurant kann man die Milchprodukte auch gleich probieren, während man bei der Herstellung zusieht. Milch und Lokales stehen im Restaurant im Vordergrund.

Engelberg - Titlis

4. Rheinfall

50 km Nördlich von Zürich, gleich bei Schaffhausen, fällt der Rhein: der Rheinfall – größter Wasserfall Europas. Über ausgebauten Wegen kann man den Rheinfall von beiden Seiten erreichen. An verschiedenen Stellen gibt es Aussichtsplattformen, so dass man den Wasserfall aus jedem Blickwinkel betrachten, die unzähligen Fische und sogar kleine Eisbrocken vorbeischwimmen sehen kann.

Am unteren Teil des Wasserfalls steht das kleine Schlösschen Wörth, von wo aus man mit dem Boot bis an den Rheinfall fahren kann. Oberhalb des Rheinfalls thront die Burg Laufen, ein Hostel. Von der Burg zum Rheinfall hinunter führt ein kostenpflichtiger Glasaufzug. Wir haben den Aufzug als unnötig empfunden, wo man doch von allen Seiten zum Rheinfall gelangt. Der Hof der Burg wirkte insgesamt mit der Musikbeschallung und den weißen Kunsttannen zu kitschig.

Großartig ist der Rheinfall aber erst im Sommer, während der Badezeit. Das Gefälle des Rheins geht mit einer enormen Wasserströmung einher. Man springt in den Fluss, lässt sich vom kühlen Nass einfach ein bisschen flussabwärts treiben, läuft am Ufer wieder flussaufwärts, schmeißt sich ins kühle Nass, lässt sich wieder treiben… Manche fahren sogar mit den öffentlichen Verkehrmitteln flussaufwärts, um eine längere Floatingsstrecke zurücklegen zu können. Das macht nicht nur Spaß. Bei dem Gedanken an die Wasserqualität in den deutschen Städten, vor allem auch des Rhein steigt auch eine Mischung aus Neid, Wut und Wille zur Änderung auf. Zahlreiche Projekte in Deutschland geben zu hoffen, dass auch wir eines Tages in den Städten im Fluss schwimmen können.

Rheinfall

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