Raubzug in Manuel Antonio

Die Pazifikküste ist nicht wie sie sonst sein sollte: Die Strände in Manuel Antonio sind weiß, das Wasser blau, die Palmen reichen bis ans Wasser. In den Wipfeln hängen Faultiere.Manuel Antonio ist der kleinste Nationalpark Costa Ricas. Er wartet mit einem tollen Strand und klarem Wasser auf. Der Strand im Nationalpark zählt zu den schönsten des Landes. Der schattige Park mit betonierten Spazierwegen, die erwartungsvolle Namen wie Wasserfall, Faultier etc. führen, jedoch nichts mit den tatsächlichen Sehenswürdigkeiten entlang der Wegstrecke zu tun haben. Nichtsdestotrotz lädt der Park ein, die heißen Mittagsstunden durchzuatmen, die Gedanken unter den kühlen Baumwipfeln zu ordnen.

Eine echte Gefahr lauert an den Stränden. Dort lebt mindestens eine Großfamilie: Waschbären. Der Umgang mit Touristen, die in ihren Taschen und Rucksäcken Proviant mitführen, ist ihnen wohlbekannt: sind sie im Wasser greifen sie zu und plündern, verschleppen gar die Taschen. Sie schleichen sich leise an, kommen über den Sand getappt oder klettern lautlos die Palmenstämme entlang. Das rascheln der Rucksäcke und Plastiktüten kommt dem Wind gleich, der den Strand streift. Verscheuchen lassen sie sich nicht, die Beute bleibt fest in den Klauen der Tierchen. Sie fauchen, zeigen ihre Zähnchen. Prügel kann sie vom Raubzug nicht abbringen. Nur Sandattacken zwingen die Waschbären von Säcken und dergleichen abzulassen. Eine ganze Armada von Sandbomben bringt den erhofften Rückzug. Doch die Plage hat System: Die Waschenbären kommen wieder und der ein oder andere Tourist geht dann doch naiv und unbekümmert, die Taschen am Strand zurücklassend, in das Wasser.

Grundsätzlich kann Manuel Antonio und das anliegende Städtchen Quepos mit der Atlantikküste nicht mithalten. Und daran sind nicht nur die Waschbären schuld. Sämtliche Aktivitäten sind mindestens doppelt so teuer im Vergleich zu allen anderen Orten und Gegenden des Landes. Mit der Stille, dem Rauschen und der Vielfalt an Tieren in Cahuita kann Manuel Antonio bei Weitem nicht mithalten.

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